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Wissenswertes
Der Schwarze Turm wurde im 16. Jahrhundert, im Zentrum von České Budějovice, neben der Kathedrale des Hl. Nikolaus, erbaut. Heute ist er eine beliebte Touristenattraktion, die während der Saison einen wunderschönen Ausblick besonders auf das Stadtzentrum gewährt. Einst sollte er als Wachturm, Warte, Glockenturm und nicht zuletzt als Statussymbol für den Reichtum der Stadt dienen. Der Turm hat einen quadratischen Grundriss von 4 x 11,6 m und ist 71,9 m hoch. Der Innenraum ist in 9 Stockwerke eingeteilt, wobei im 6. und 7. Stock und in der Turmkuppel insgesamt 6 Glocken untergebracht sind. Die größte von allen ist die Bumerin (3,5 t, Durchmesser 182 cm und Höhe 147 cm), Sie wurde 1723 aus einer älteren gleichnamigen Glocke gegossen, die ursprünglich in der Hl. Nikolaus Kirche hing. Bis zum 5. Stockwerk wurde der Turm im gotischen Stil erbaut, der Rest bis zur Kuppel dann überwiegend im Renaissancestil. Folgende Sage ist überliefert: Die Glocke Bumerin gehörte ursprünglich der Gemeinde Rudolf. Bei einem Streit der dortigen Bergleute mit der Stadt Budweis wurde jedoch die Kirche in Rudolfov beschlagnahmt. Die erbitterten Bergleute wollten wenigstens ihre Glocke retten und vergruben sie an einem geheimen Ort. Später konnte jedoch der Ort nicht mehr gefunden werden und die Glocke galt als verloren. Viele Jahre später wurde dann die Glocke zufällig von einem verirrten Schwein auf einer Wiese nahe der Gemeinde Lišov gefunden. Der Schweinehirt hat die Glocke ausgegraben und seiner Gemeinde gewidmet. Für den Turm in Lišov war sie jedoch zu schwer und so haben die Ratsherren sie an die Budweiser verkauft. Als Kaufpreis mussten sie angeblich den ganzen Weg von Budweis nach Lišov entlang Dukaten legen. Dafür konnte die Gemeinde drei kleinere Glocken kaufen und es blieb Läuten Goldstücke. Diese können jedoch nur in einem ganz bestimmten Blickwinkel gesehen werden. Budweis (České Budějovice) ist ein häufig besuchtes Urlaubsziel mit vielen wertvollen historischen Denkmälern und bildet das natürliche Zentrum der touristisch attraktiven Südböhmischen Region und ist eine Haltestelle auf dem Weg nach Český Krumlov. Die größ
ten touristischen Attraktionen stehen unter Denkmalschutz und liegen im historischen Stadtzentrum. (Piaristen Marktplatz,mit dem Dominikanischen Kloster und der Kirche der Hl. Maria Opferung, der Marktplatz Přemysla Otakara II. mit dem Samson Brunnen und dem Rathaus, der Schwarze Turm, Kathedrale des Hl. Nikolaus usw.). In der Stadt befinden sich weiterhin das Südböhmische Museum, das Museum der Pferdebahn, das Südböhmische Motorradmuseum, das Biermuseum Budvar und das Energiemuseum. In der näheren Umgebung von Budweis liegt eines der meistbesuchten Schlösser Hluboká nad Vltavou. Bedeutend und einen Besuch wert sind auch das ehemalige Bergmann-Städtchen Rudolfov mit einem Lehrpfad in der Umgebung und die Gemeinde Dobrá Voda mit der Barock-Kirche der Hl. Mariä Schmerzen.
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